Schneeberg im Fichtelgebirge

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Luftaufnahme - Schneeberg im Fichtelgebirge
Bildquelle: Jürgen Sticht

Der Schneeberg ist der höchste Berg im Fichtelgebirge in Nordostbayern, mit 1051 m ü. NN. Das Erkennungsmerkmal des Schneebergs ist der ehemalige Turm der Streitkräfte, es ist auch ein Mahnmal an den Kalten Krieg. Der Gipfel ist ein einziges Granitblockmeer. Am Gipfel ist auch eine alte Felsburg zu finden. Dort oben gibt es einen kleinen Aussichtsturm, das Backöfele.

Der Name Schneeberg
Der Name Schneeberg könnte von Snede kommen, das bedeutet Grenze, was jedoch unwahrscheinlich ist. Viel mehr kommt der Name daher, weil es dort so lange und recht intensiv schneit.
Der Name des Aussichtsturm Backöfele entstand, weil die Bewohner der umliegenden Orte im Dreißigjährigen Krieg auf den Schneeberg geflüchtet sind und dort auch ihr Brot gebacken haben.

Die Geschichte des Schneebergs.
Der Berg war schon immer wegen seiner guten Fernsicht von großer Bedeutung.
Im Jahr 1498 sollte Kunz von Wirsberg auf Befehl des Markgrafen von Bayreuth eine Wartordnung ausarbeiten, dabei entstanden auf vielen Bergen im Fichtelgebirge Beobachtungsstationen, die bei Alarm Rauch- oder Feuerzeichen gaben.
1520 wurde auf dem Schneeberg sogar eine ständige Wache eingeführt.
1879 wurde eine erste Besteigungsanlage auf dem Gipfel gebaut, zusammen mit einer einfachen Steinhütte.
1904 wurde die Steinhütte durch eine Blockhütte ersetzt.
1926 entstand das kleine Aussichtstürmlein Backöfele.
1938 wurde ein Holzturm mit 35 m Höhe von der Luftwaffe auf dem Schneeberg gebaut, der Zweck des Turms war “geheim”. Und aus unerklärlichen Gründen brannte dieser 1942 nieder.

Die US-Streitkräfte beschlagnahmten am 14 .November 1951 einen Teil des Gipfels und errichteten dort Gebäude und Stahlkonstruktionen für Antennen und Parabolspiegel.
1961 übernahm die Bundeswehr den nördlich angrenzenden Bereich des Gipfel und somit wurde der gesamte Gipfel militärisches Sperrgebiet.
Am 30. April 1992, nach Ende des Kalten Krieges, verließen die US-Streitkräfte den Gipfel. Das tat auch die Bundeswehr am 31. März 1993 und schloss ihren Aufklärungsbetrieb.
Am 30. Juni 1994 verließ dann endgültig der letzte verbliebene Soldat die Luftverteidigungsstellung Schneeberg.
Der noch übrige Bundeswehrturm wurde an die Firma Vodafone, für Mobilfunkzwecke, verpachtet.

Biologie des Schneebergs
Aufgrund der niedrigen Temperaturen, durchschnittlich 3,7 Grad, lassen sich auf dem Schneeberg eiszeitlich Pflanzengemeinschaften finden. Ebenso lässt sich unterhalb der Gipfelregion die letzte deutsche nichtalpinen Auerwildpopulation finden. Es zeigt sich auch an winterlichen Fährten, dass der Luchs wieder ins Fichtelgebirge zurückgekehrt ist.

Bilder:

Luftaufnahme - Schneeberg im Fichtelgebirge
Bildquelle: Jürgen Sticht
Das Bäcköfele - Schneeberg im Fichtelgebirge
Bildquelle: Hans-Jürgen Gebhardt
Winteraufnahme Gipfelbereich - Schneeberg im Fichtelgebirge
Bildquelle: Hans-Jürgen Gebhardt
Winteraufnahme Schneebergturm mit umliegenden Gebäuden - Schneeberg im Fichtelgebirge
Bildquelle: Hans-Jürgen Gebhardt
Schneebergturm mit Backöfele - Schneeberg im Fichtelgebirge
Bildquelle: tp75.de
Winteraufnahme Backöfele - Schneeberg im Fichtelgebirge
Bildquelle: Hans-Jürgen-Gebhardt
Winterfoto - Schneeberg im Fichtelgebirge
Bildquelle: Hans-Jürgen-Gebhardt
Zufahrtstraße Winter - Schneeberg im Fichtelgebirge
Bildquelle: Hans-Jürgen-Gebhardt
Schneeberg Panorama - Schneeberg im Fichtelgebirge
Bildquelle: Jürgen Sticht

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