Weißenstein bei Stammbach im Fichtelgebirge

zurück zu Berge

Weißensteinturm - Weißenstein bei Stammbach im Fichtelgebirge
Bildquelle: Wikipedia

Der Weißenstein bei Stammbach liegt auf der Münchberger Hochfläche im Übergangsbereich vom Frankenwald zum Fichtelgebirge wo die Landkreise Hof, Bayreuth und Kulmbach zusammentreffen mit einer Höhe von 661 m ü. NN.

Geschichte des Weißensteins
Im Mittelalter hatte der Weißenstein eine wichtige Bedeutung, denn durch seine gute Lage konnte man bis nach Kulmbach zur Plassenburg sehen. Deshalb wurde der Berg, wie auch viele andere Berge im Fichtelgebirge, in ein Wartensystem aufgenommen. Beim Wartensystem werden auf den Gipfeln der Berge Türme erbaut, die zur Überwachung der einzelnen Orte dienen, auf diesen Türmen befinden sich jeweils 2 Wachen die bei Alarm Rauch- oder Feuerzeichen geben. Das Wartensystem wurde deswegen notwendig, weil eine *Fehde 1497 zwischen Markgraf Friedrich und Moritz zu Guttenberg zu wiederholenden Plünderungen im markgräflichen Gebiet führte. Der Berg Weißenstein gehörte einige Zeit zum Kloster Himmelkron, was einige Probleme bereitete. Als 1550 die Versorgung mit Holz schlecht war, bedienten sich die Bürger von Stammbach einfach am Klosterwald. Das verbot das Kloster. Daraufhin, im Jahr 1670, beantragte Stammbach ein Stück des Waldes. Am 09. Mai 1671 hatte dann eine Sachverständigtenkommission festgestellt, dass die Stammbacher keinerlei Ansprüche auf den Wald haben. Das störte die Stammbacher jedoch nicht und schlugen weiter Holz. Schließlich kauften die Stammbacher den Weißenstein im Jahr 1707.

*Eine Fehde ist eine Rechtsinstitution, die zur Ausgleichung von Rechtsbrüchen direkt zwischen Geschädigtem und Schädiger diente, unter Auschaltung einer übergeordneten Instanz.

Der Aussichtsturm
Erstmals wurde ein Turm auf dem Weißenstein 1898 gebaut, damals hatte der Turm eine Höhe von 7 m. Beim Bau dieses Turms wurden Fundamente eines mittelalterlichen Wartturms freigelegt. Der Bauherr war Philipp Ehrler. Weil man den ersten Aussichtsturm mit seinen 7 m Höhe für zu klein hielt, entschied man sich 1924 für die Planung eines neuen Turms. Architekt des Turms war Reissinger aus Bayreuth, er war auch der Architekt für den Asenturm am Ochsenkopf. Der neue Turm ist 19 m hoch und bietet eine Rundumsicht über das Fichtelgebirge und den Frankenwald. Der Aussichtsturm ist heute noch zugänglich.

Das Gasthaus
Am Weißenstein gibt es auch ein Gasthaus, das 1899 als Unterstand gebaut wurde, 1904 durch ein Unterkunftshaus ersetzt wurde und 1926 schließlich um einen Saal eweitert wurde.

Bilder:

Weißensteinturm - Weißenstein bei Stammbach im Fichtelgebirge
Bildquelle: Wikipedia

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um dir die beste Funktionalität und das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website weiterhin ohne Änderung deiner Cookie-Einstellungen verwendest oder unten im Banner auf "Akzeptieren" klickst, dann erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Schließen