Ochsenkopf in der ErlebnisRegion Fichtelgebirge

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Luftaufnahme des Luftsportvereins Stadtsteinach - Ochsenkopf in der ErlebnisRegion Fichtelgebirge
Bildquelle: Marco Hanft - Luftsportverein-stadtsteinach

Der Ochsenkopf ist der zweit höchste Berg im Fichtelgebirge, mit 1024 m ü. NN.
Östlich von ihm entspringt der Weiße Main und die Fichtelnaab.
Auf dem Gipfel steht ein Aussichtsturm, Asenturm genannt, sowie ein Sendeturm des Bayerischen Rundfunks. Freizeittechnisch hat der Ochsenkopf viel zu bieten, für Winterfans Skisport mit zwei Sesseliften im Süden im Ort Fleckl und im Norden im Ort Bischofsgrün, für Sommerfans eine Sommerrodelbahn.

Der Name Ochsenkopf
In alten Beschreibungen und Urkunden taucht der Name “Ochsenkopf” nicht auf. Erstmals 1476 ist die Rede von einem Berg, Matthias von Kemnath berichtet damals: “Ein Bergk, hoch, weitt, wohlbekant ligt in Beiern, gnant der Fichtelberg. In Urkunden um 1317 wird vom “Vythenberg” geschrieben, dort oben hat man sich aufgehalten, weil man schon zu dieser Zeit Eisengewinnung betrieben hat. In Grenzbeschreibungen von 1499 und 1536 findet sich der Name “Vichtelberg”.

Vyth = Veit = Fichtel.

Der Name Ochsenkopf wird erstmals 1495 verwendet, das war ebenfalls der erste Hinweis auf in einen Fels eingemeißeltes Stierhaupt auf dem Gipfel. Dieses Stierhaupt gibt dem damaligen Fichtelberg den neuen Namen Ochsenkopf.

Der Außenturm (Asenturm)
1878 gab es bereits einen Außenturm aus Holz, dieser entstand, weil man 1876 eine Vermessungssäule aus Stein errichtete.
1894 beantragte man den Umbau des Außenturms, weil man feststellte das der Turm nicht mehr sonderlich stabil war.
1896 baute Forstmeister List aus Bischofsgrün den alten Turm um und machte ihn 10 m höher.
1902 beantragte der Fichtelgebirgsverein (FGV) den Bau eines Steinturms, durch den 1. Weltkrieg konnte man erst 1922 die Idee umsetzen. Sehr schwierig gestaltete sich die Beschaffung der nötigen Geldmittel, denn es war kein Geld vorhanden und zudem drohte eine Inflation. Der Chronist schrieb damals: “Was halfen denn all diese Papierscheine, die im Verlauf von Tagen und später sogar Stunden wertlos geworden sind.”

Weil man den Bau des Steinturms unbedingt durchziehen wollte, begann der FGV eine Spendenaktion, trotz Inflation. Durch tatkräftige Unterstützung von freiwilligen Hilfskräften und Schülern, die Baumaterial in ihren Rucksäcken zum Berg schleppten, konnte der Außenturm am 26. August 1923 der Öffentlichkeit präsentiert werden. 5 000 Menschen aus ganz Deutschland reisten teilweise mit Sonderzügen an, um den (heutigen) Asenturm zu betrachten. Der Umbau kostete 2,5 Milliarden Mark. Der Name des Außenturms war eine sehr schwierige Angelegenheit. Dem FGV war es sehr wichtig einen Namen für die “Ewigkeit” zu finden. Professor Ludwig Hacker aus Wunsiedel hatte schließlich die rettende Idee und schlug folgenden Spruch und damit auch Namen für den Außenturm vor: “Wetter und Sturm trotzt der Asenturm, Tu´s ihm gleich mein deutsches Reich.”
Der Name Asenturm bekam viel Zuspruch, denn Asen sind germanischen Gottheiten und man hielt den Ochsenkopf damals für einen heiligen Berg.

Einrichtung der Landesvermessung
Der Ochsenkopf spielte schon immer eine wichtige Rolle. Die ersten genauen Vermessungen fanden in der Regierungszeit des Bayreuther Markgrafen Friedrich statt. Dieser regierte von 1735 – 1763. Der berühmte französische Kartograph und Direktor der Steinwarte in Paris, Cassini war 1761 in Bayreuth und führte Dreiecksbemessungen rund um die Residenzstadt durch und wählte den Ochsenkopf als trigonometrischen Ausgangspunkt. Ein Steinschild mit dem Schriftzug: “1761 weilte hier Markgraf Friedrich mit dem Gelehrten Cassini.”, soll an den Besuch erinnern.

Ochsenkopf Proterobas
Der grüne Porterobas ist ein Granit und damit Hartgestein. Das Gesteinsvorkommen durchzieht den Ochsenkopf als Gang. Das Vorkommen ist 8 km lang und 5 – 30 m breit.

Bilder:

Luftaufnahme des Luftsportvereins Stadtsteinach - Ochsenkopf in der ErlebnisRegion Fichtelgebirge
Bildquelle: Marco Hanft - Luftsportverein-stadtsteinach
Goldeln - Ochsenkopf in der ErlebnisRegion Fichtelgebirge
Bildquelle: Jürgen Stich
Winterbild - Ochsenkopf in der ErlebnisRegion Fichtelgebirge
Bildquelle: Thomas Schmidtkonz - laufspass.com
Tief verschneite Landschaft - Ochsenkopf in der ErlebnisRegion Fichtelgebirge
Bildquelle: Thomas Schmidtkonz - laufspass.com
Sendeturm - Ochsenkopf in der ErlebnisRegion Fichtelgebirge
Bildquelle: Thomas Schmidtkonz - laufspass.com
Ochsenkopf Sender - Ochsenkopf in der ErlebnisRegion Fichtelgebirge
Bildquelle: Jürgen Gebhardt
Sendemast - Ochsenkopf in der ErlebnisRegion Fichtelgebirge
Bildquelle: Jürgen Sticht

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